• 25.2.1988-2-66
  • 1.7.1990-10
  • 1991-8.Juni-65 Kaserne Bischofswerdaaußen
  • 1998-12. August-21 Abriß  Kaserne Biw
  • 2013 07 25 5529 400
  • 2012 04 30 0070 ISO 200
  • Gedenkfeier Christuskirche 20.10.2014
  • Abzug sowjetischer Mittelstreckenraketen am 25.02.1988Foto: Wolfgang Schmidt
  • Einführung der D-Mark am 01.07.1990Foto: Wolfgang Schmidt
  • Eingangstor der ehemaligen sowjetischen Kaserne, 1991Foto: Wolfgang Schmidt
  • Bischofswerdaer Kaserne, Abrissarbeiten Stand 12.08.1998 Foto: Wolfgang Schmidt
  • Ehemaliges Dienstobjekt des MfS in Bischofswerda, 2013Foto: Beatrix Beyer
  • Ehemaliger Raketenbunker im Taucherwald bei Uhyst, 2013Foto: Beatrix Beyer
  • Gedenkfeier 25 Jahre Friedliche Revolution am 20.10.2014Foto: Beatrix Beyer

 

 Museumskofferarchiv

Was ist ein Museumskoffer?
„Museumskoffer sind didaktische Medien, in denen sich verschiedene klassische Funktionen aus dem Kontext Museum ‚verdichten' – so das Sammeln und Bewahren, Archivieren, Dokumentieren, Präsentieren, Inszenieren und Vermitteln."1

Bei den Museumskoffern handelt es sich „um didaktisch aufbereitete Materialsammlungen" Sie sind transportable Mittel pädagogischer Museumsarbeit. Im Rahmen von Museumsbesuchen, zu deren Vor- und Nachbereitung, aber auch im Rahmen von Unterrichtseinheiten oder Projekten außerhalb des Museums, vermitteln sie unterschiedlichen Zielgruppen mittels vielfältiger Zugänge zu ausgewählten Themen bestimmte (Basis-) Informationen.2

Was macht den Museumskoffer zu etwas Besonderem?
„Museumskoffer sind in den meisten Fällen Unikate - kleine Archive - die mit viel Mühe und Engagement von Institutionen, einzelnen Lehrenden und auch Schulklassen zusammengestellt wurden. Sie enthalten Materialien, die in der langen Tradition des sogenannten Realienunterrichtes mit individuell hergestellten Unterrichtsmaterialien stehen."3

Heute gelten Museumskoffer als besonders eindrucksvolles und erfolgreiches Medium im Rahmen des entdeckenden und des exemplarischen Lernens. Der Museumskoffer ist „ein hervorragendes Unterrichtsmedium", welches je nach Lehranforderungen und Veränderungen der Ziel- und Altersgruppe angepasst werden kann. „Museumskoffer (...) widersetzen sich einer Standardisierung. Sie sind keine statischen Medien. Als Materialdepots und Archive sind sie vielmehr anpassungsfähig und wandelbar, auswechsel- und reduzierbar oder auch ausbaufähig, in unterschiedlichen Inszenierungen zu interpretieren – und der Situation entsprechend einzusetzen, gemäß den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppen, den Unterrichtsvorgaben und Ideen, den Kommunikationsgefügen und Gegebenheiten der Räumlichkeiten."4

Die Kofferräume ermöglichen das Aufnehmen zahlreicher „gebrauchter" Objekte und Materialien. Museumskoffer können bspw. durch die Verwendung von Fund- und Sammelstücken hergestellt werden. Den Kindern und Jugendlichen bleiben die Erfahrungen durch die spezifische Materialität der Museumskofferobjekte, ihre „Begreifbarkeit" und Sinnlichkeit oftmals nachhaltig in Erinnerung.5

Was sind die Ziele und Inhalte des Museumskofferprojektes?
Die Konzeptionen der Museumskoffer sind darauf ausgerichtet, die Ereignisse der Friedlichen Revolution im Raum Bischofswerda bekannt zu machen und regionalgeschichtliche Entwicklungen im Spiegel der Geschichte der ehemaligen DDR näher zu beleuchten. Mit den Koffermaterialien sollen damaligen Bürgerrechtlern, heutigen Pädagogen und anderen Koffernutzern, authentische „Lehrmaterialien" an die Hand gegeben werden, um historisches Lernen zielgruppenorientiert im Kontext regionaler „Ereignisse" zu initiieren. Die Museumskoffer sollen dazu beitragen, dass Interesse besonders der jungen Menschen an diesem Kapitel der Heimat- und Regionalgeschichte auf breiter Grundlage zu wecken. Ausgewählte Inhalte des Kofferarchivs werden auch mit Hilfe eines Internettauftrittes online zugängig gemacht.

Der „Museumskoffer zur Friedlichen Revolution" bildet den Grundstock für das Museumskofferarchiv zur DDR-Geschichte. Er bietet mit seinen Begleitmaterialien einen altersgemäßen Zugang zum Thema „Die Friedliche Revolution im Raum Bischofswerda" für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren in der schulischen und außerschulischen Bildung an. Dabei setzt der Koffer auf die Erfahrungen von damaligen Akteuren der demokratischen Ereignisse in der ehemaligen DDR und zeigt auch, wie sich das Leben der Menschen in der Region nach der Wiedervereinigung veränderte und welche Aufgaben gelöst werden mussten. Der Lehr- und Lernkoffer kann ausgeliehen werden. Für die Veranstaltungen in Schulen stehen Zeitzeugen als Referenten zur Verfügung.
Der Museumskoffer „Kaserne und Taucherwald" bietet einen generationsübergreifenden Zugang zur Thematik „Das Zeitalter der Supermächte – der Kalte Krieg und das Wettrüsten" an. Mit dem Koffer „Zur DDR-Geschichte" finden regionale Ereignisse besondere Berücksichtigung. Beide Koffer befinden sich derzeit in der Entwicklungsphase. Nach Fertigstellung können diese Lehr- und Lernmedien ausgeliehen werden.
Der Initiator des Museumskofferprojektes ist der Bischofswerdaer Archivar Herr Axel Becker. Die Homepage erstellte Frau Beatrix Beyer vom Ingenieurbüro Beyer aus Großharthau. Das Kofferprojekt wurde durch Mittel des Freistaates Sachsen gefördert. Das Gros der historischen Fotoaufnahmen stellte der Fotograf Herr Wolfgang Schmidt aus Bischofswerda zur Verfügung. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön.
Das Museumskofferarchiv wird zukünftig durch die Bischofswerdaer Zeitzeugenbörse e.V. betreut. Anfragen zur kommerziellen Nutzung von Koffermaterialien werden vom Zeitzeugenverein an die jeweiligen Rechteinhaber weitergeleitet.

 

1,3,4,5 Ströter-Bender, Jutta: Museumskoffer, Material- und Ideenkisten. Tectum Verlag, 2009, S. 9 u. S. 31.
2 Gach, Hans Joachim: Geschichte auf Reisen. Historisches Lernen mit Museumskoffern. Wochenschau Verlag Schwalbach, 2005, S. 51.

 

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Bischofswerda

25Jahre

Freistaat

Entwicklung eines Museumskoffers zur Friedlichen Revolution im Raum Bischofswerda  – eine Initiative der Sächsischen Staatsregierung
und der Zeitzeugenbörse Bischofswerda e.V.
Gefördert aus Mitteln
des Freistaates Sachsen.